Tonarm justieren
In den Abbildungen 1-3 sieht man die korrekte Justierung eines Tonarms. Das Gegengewicht ist abhängig vom vorgeschriebenen Auflagedruck der Nadel.
Die Abbildung 1 zeigt zwei verschiedene von DJs gebräuchliche Tonabnehmerformen, die generell für die Montage am Tonarm in Frage kommen: die Concord- bzw. Bananenform (a) und die Befestigung des Tonabnehmers mittels Headshell (b).
Unabhängig von der Form bestehen Tonabnehmer aus einem „Body“, das Verbindungsstück zwischen Nadel und Tonarm, und einem „Stylus“ als Träger der Nadel, wobei sich der Nadelschliff in zwei Kategorien untergliedert, die den jeweiligen Bedürfnissen der DJs entsprechen:
Elliptischer Schliff:
Die Anpassung der Nadel-Spitze an die Geometrie des Schneidestichels, der bei der Produktion von Schallplatten verwendet wird, bewirkt geringere Abtastverzerrungen, einen tieferen Nadelsitz in der Rille, bessere Informations- und Höhenabtastung der Rille, allerdings auch einen größeren Verschleiß der Schallplatte.
Sphärischer Schliff:
Bei diesem Schliff entspricht die Abtastnadel einer Kegelform, damit der Oberflächenkontakt vergrößert und der Druck pro Quadratzentimeter verringert wird. DJs favorisieren diesen Schliff, da gegenüber dem elliptischen Schliff der Tonabnehmer nicht so schnell springt und der geringere Druck auf die Schallplatte diese schont. Früher wurden die Tonabnehmer generell mittels Headshells und unter großem Justieraufwand am Tonarm befestigt.
Die sich durchsetzende Bananenform mit ihrem einfachen „Plug’n’Play“-System verdrängte allerdings den Vorgänger von vielen „Arbeitsplätzen“. Auch gegenwärtig schwören HipHop-DJs auf Headshell-Unterdeck-Systeme, weil die weiteren Einstellungsparameter, wie der Nadelüberhang oder die zusätzliche Gewichtseinstellung, z. B. in Form eines angeklebten Centstücks auf dem Headshell, die subtilere Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse ermöglichen. Schallplattenspieler besitzen entweder einen S-förmigen oder einen geraden Tonarm. S-förmige verkanten weniger bei der Abtastung und sorgen für ein sauberes Signal, hingegen gerade Tonarme sind besser für Scratching, da sie nicht so schnell springen. Wenn du einen S-förmigen besitzt, so kannst du auch damit einen geraden Tonarm simulieren, indem du dein Cartridge auf dem Headshell um 23 Grad nach rechts verdrehst (siehe Abbildung 1). Fällt die Entscheidung auf ein Unterdecksystem, sollte der Nadelüberhang bei einem geraden Tonarm 50 mm und bei einem S-förmigen 52 mm betragen – siehe Abbildung 2.
Tonabnehmer in Bananenform bieten zwar nicht so viel Spielraum bezüglich der Winkeleinstellung oder des Nadelüberhangs, allerdings werden aufgrund ihrer einfacheren Handhabung in den Discotheken und Clubs am häufigsten eingesetzt. Generell übertragen professionelle Tonabnehmer einen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz. Die vom Hersteller empfohlenen Auflagegewichte (zwischen 0,75 g bis 7 g) solltest du einhalten, um das Vinyl zu schonen, einen guten, unverzerrten Klang und einen optimalen Nadelsitz in der Rille zu bewerkstelligen. Und reicht das Auflagegewicht nicht, so drehe es um und schiebe es bis zum Anschlag.
Quelle: Dirk Duske. Gut auffgelegt! Das Lehrbuch für den DJ. Wolf Verlag, Chemnitz 2007














